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KWG beteiligt sich an Kommanditgesellschaft

Bürger investieren in altes Fachwerk
Bundesweit einmaliges Finanzierungsmodell lässt historische Stätte in neuem Glanz erstrahlen

Wie eine Krone strahlt die rot-weiß gestrichene Fachwerkfassade des Hauses mit der Nummer 23 in der Kybitzstraße. Dank eines Pilotprojektes gelang es der Stadt Helmstedt, genug Geld für die Sanierung aufzubringen: Bürger investierten knapp 450.000 Euro.

Noch vor wenigen Monaten glich das 1576 – dem Gründungsjahr der Helmstedter Universität – erbaute Haus einer Ruine. Denn nach gut einem Jahrzehnt des Leerstandes war das Gebäude völlig verwahrlost. Das Haus, in dem einst der Dichter Hoffmann von Fallersleben wohnte, ist aber nur eins von vielen historischen Objekten in der Helmstedter Innenstadt, denen der Verfall droht.
Denn die hohen Kosten einer Sanierung der Gebäude kann die Stadt allein nicht tragen, Eigentümer halten sich wegen unsicherer Mieteinnahmen zurück und spendable Investoren sind nicht in Sicht.

 

Durch die Initiative von Hartmut Krämer, einem Helmstedter Bürger, ist es der Stadt dann aber doch gelungen, die für die Sanierung benötigten 815.000 Euro aufzubringen. Denn Krämer gründete mit 13 Bürgern die Bauherrengesellschaft Kybitzstraße. Eine Kommanditgesellschaft, in die die Mitglieder jeweils mindestens 5000 Euro einlegen.

Mehr als die Hälfte der Gesamtkosten für die Sanierung habe die Gemeinschaft so beigesteuert. "Wir haben gemerkt, dass ein Ruck durch die Gesellschaft geht, wieder etwas zusammen zu machen", sagt Stadtbaurat Thorsten Kubiak.

Die durch Bürger getragene Form der Finanzierung sei ein bundesweites Modellprojekt, mit dem sich Helmstedt an der diesjährigen Fachwerktriennale der Arbeitsgemeinschaft historische Fachwerkstädte beteiligt. Andere Städte, so das hessische Bad Ems, hätten bereits reges Interesse an der Idee gezeigt.

"Wir prüfen nun, ob wir das Finanzierungsmodell auch auf andere schützenswerte Objekte übertragen können", sagt Kubiak. Derzeit führe die Stadt bereits weitere Gespräche.

Die erneuerten Räume mietet das Elisabethstift, die Jugendhilfe der Helmstedter Diakonie, für Wohn- und Tagesgruppenarbeit.


Samstag, 02.05.2009
Quelle: Braunschweiger Nachrichten vom 02.05.2009

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